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29.06.2017

Pressemitteilung: elternbund hessen e. V. (ebh) erteilt Landesregierung durchwachsenes Versetzungszeugnis


Wie jedes Jahr erteilt der ebh der Landesregierung für den Bereich Bildung ein differenziertes Versetzungszeugnis.
Dieses Zeugnis enthält starke Hinweise für die Erziehungsberechtigten darüber, in welchen Bereichen Lernfortschritte erzielt wurden und in welchen Bereichen noch Verbesserungsmöglichkeiten gesehen werden. Da der ebh von einer beschämungsarmen Bildungskonzeption ausgeht, wird die Schülerin Schwarz-Grüne Landesregierung wieder versetzt.

Schwarz-Grün zeigt in manchen Bereichen Lernfortschritte, die sich daran festmachen, dass sie nicht mehr alle Lebensbereiche ausblendet. So hat sie in ihrer Portfolio-Arbeit „Novellierung Hessisches Schulgesetz" die Sexualerziehung verbessert und begonnen, Bezug auf aktuelle Entwicklungen zu nehmen. Ein Verbesserungsbedarf besteht hinsichtlich der Arbeitsweise. Leider sind in die Portfolio-Arbeit hauptsächlich kosmetische Korrekturen eingeflossen, die der Gerichtsfestigkeit dienen. Den aktuellen Forschungsstand im Bereich Bildung hat sie leider nicht berücksichtigt, weil sie die Arbeit beenden wollte, bevor die zuständige Enquete-Kommission ihren Abschlussbericht vorgelegt hatte. Dies tat sie trotz der Hinweise des Lehrpersonals in der entsprechenden Anhörung. Besonders ärgerlich ist die unreflektierte Übernahme aus dubiosen Quellen, die dazu führte, dass Schwarz-Grün die Einschränkung der Werbung rückgängig machte. In diesem Bereich sollte im nächsten Jahr ein Schwerpunkt der Methodenkompetenz liegen.

Schwarz-Grün zeigt Fortschritte im Bereich der Mathematik. Es drang die Erkenntnis durch, dass immer mehr Arbeit für die Lehrerinnen und Lehrer bei sinkender Entlohnung sich der Logik entzieht. Dennoch wurde das gewonnene Wissen nur zögerlich umgesetzt. Trotzdem zeigt Schwarz-Grün völlige Unkenntnis im Bereich vorausschauender Finanzpolitik. So werden Investitionen in die frühkindliche und schulische Bildung verschleppt. Statt die Steuermehreinnahmen in diesen Bereich zu investieren, gibt es kein tragfähiges Konzept, wie die materielle und personelle Lage an den Schulen verbessert werden soll. Vielmehr herrscht hier Flickschusterei. Es steht zu erwarten, dass in 3-4 Jahren im Bereich der Sekundarstufen eine Überraschung darüber herrscht, dass es hier einen Lehrer- und Lehrerinnen-Mangel gibt.

Über die Ferien empfehlen wir deshalb dringend:
  • die grundlegende Reform des "begabungsgerechten", mehrgliedrigen Schulsystems anzugehen, mit dem Ziel die Zersplitterung der Schulformen entgegen zu wirken,
  • die „Schule für Alle", wie sie in vielen Bundesländern praktiziert wird, auch in Hessen anzupacken,
  • die frühkindliche Bildung endlich für Eltern kostenfrei zu gestalten und
  • die Voraussetzungen für gute Bildung sowohl materiell als auch personell zu schaffen.

Kontakt:
Jan Voß
Tel.: 0175 400 17 95


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16.11.2017
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16.11.2017
Ein demokratisches Land braucht eine demokratische Schule. Ein wichtiger Aspekt von Demokratie in der Schule sind die Mitbestimmungsrechte der Eltern. In Hessen haben Eltern das Recht das Unterrichtswesen mitzugestalten. So steht es in der Hessischen Verfassung. Und deshalb gibt es in Hessen Klassenelternbeiräte, Schulelternbeiräte, Kreis- und Stadtelternbeiräte sowie der Landeselternbeirat.

05.10.2017
Mit der Novellierung des Hessischen Schulgesetz im Mai 2017 hat sich einiges geändert.