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02.06.2020

Pressemitteilung: So viel Schulbesuch wie möglich, Homeschooling auf das Allernötigste beschränken


In den letzten Monaten ist „Bildung für alle" in Hessen zu kurz gekommen. Viele Schülerinnen und Schüler haben nicht die Bildung erhalten, die ihnen zusteht. Der elternbund hessen e. V. fordert die Landesregierung auf, Voraussetzung zu schaffen um diese Situation zu beenden. Dafür schlägt er verschiedene, teilweise unkonventionelle Maßnahmen vor.

Personal: Lehrer*innen werden nur im Unterricht eingesetzt. Für alle andere Aufgaben werden Unterstützungskräfte engagiert, z. B. können pädagogische Fachkräfte, wie Lehrkräfte aus Nachhilfe-Instituten, Sozialpädagog*innen, Lehramtsstudent*innen und Schüler*innen aus höheren Klassen pädagogische Aufgaben übernehmen: Übungsstunden, individuelle Förderangebote, musische Angebote. Sie können auch die Pausen- und Toilettenaufsicht abdecken. Für Verwaltungsarbeiten, Büroarbeiten, Wartungsarbeiten, Gebäudemanagement, werden andere (Fach-)Kräfte eingesetzt. Da, wo Mehrarbeit für Lehrer*innen unumgänglich ist (z. B. Nachmittags- und Samstagsunterricht), muss das Kultusministerium mit dem Hauptpersonalrat der Lehrer*innen einen fairen Ausgleich dafür vereinbaren.
Räume: Da bei kleineren Lerngruppen die vorhandenen Schulräume nicht ausreichen werden, werden in der Nähe der Schule andere geeignete Räume angemietet, in Bürgerhäusern, Kirchengemeinden, leeren Büroräumen, u. ä. m. Auch das Aufstellen von Containern ist eine Möglichkeit. Sofern die sanitären Anlagen in den Schulen den Hygienebedingungen nicht erfüllen, können auf dem Schulhof Toilettenwagen aufgestellt werden. Für regelmäßige Reinigung und Aufsichtspersonal muss gesorgt sein.
Unterrichtszeiten: Um möglichst viel Unterricht erteilen zu können, wird auch Nachmittags- und Samstags-Unterricht nötig sein. Damit die Kinder möglichst viel Zeit in der Schule verbringen, wird der Unterricht ergänzt durch Phasen für Übungsaufgaben, betreut von pädagogischen Fach- und Hilfskräften.
Betreuung: Die Betreuung muss so ausgestattet sein, dass Eltern wieder in vollem Umfang ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen können.
Schülerbeförderung: Die Schülerbeförderung muss so gestaltet werden, dass die Hygieneregeln eingehalten werden können. Auch für den Nachmittags- und Samstags-Unterricht muss eine Schülerbeförderung gewährleistet sein. Ggfs. sind private Busunternehmen und Taxis einzusetzen.
Technische Ausstattung: Alle Schulen müssen bis zum Schuljahresanfang für den digitalen Unterricht ausgestattet sein. Alle Lehrkräfte und alle Schüler*innen müssen bis dahin über digitale Endgerate verfügen. Das Land Hessen stellt dafür im Rahmen der Lernmittelfreiheit Mittel zur Verfügung.
Versicherung und Haftung: Versicherungs- und Haftungsfragen sind zu klären. Diese Maßnahmen werden mit den vorhandenen Ressourcen nicht umgesetzt werden können, zusätzliche Ressourcen müssen bereitgestellt werden. Für die Unterstützung der Wirtschaft gibt es Milliarden um die Folgen der Corona-Krise zu begegnen, für die Bildung unserer Kinder muss das auch gelten. Investitionen in Bildung sind Zukunftsinvestitionen!

Kontakt:
Klaus Wilmes-Groebel
Vorsitzender elternbund hessen e. V.
Tel. 0175 / 72 14 707
Klaus.wilmes.ebh@posteo.de


News

16.06.2020

Der elternbund hessen begrüßt die Entscheidung der Landesregierung noch vor den Sommerferien die Grundschulen und Kitas wieder zu öffnen. Wenn führende Virologen wie Hendrik Streeck und Helmut Fickenscher die Risiken für vertretbar halten, ist es richtig den Kindern endlich wieder den Schulbesuch zu ermöglichen.

09.06.2020
Eine Veranstaltung der Kreis- und Stadtelternbeiräte Frankfurt, Hochtaunuskres, Offenbach und Wiesbaden

09.06.2020

Der elternbund hessen e.V. hat die Gelegenheit bekommen, den Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN betreffend „Gesetz zur Anpassung des Hessischen Schulgesetzes und weiterer Vorschriften an die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus" zu kommentieren.

04.06.2020
Der elternbund hessen e. V. (ebh) macht sich große Sorgen, wie es nach den Sommerferien für unsere Kinder weitergehen soll. Wir sehen vor allem die Bildungschancen von Kindern aus bildungsfernen Familien, die es eh‘ schon schwer haben gefährdet.