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05.04.2022

Pressemitteilung: Coronalockerungen nicht verhältnismäßig


Eltern besorgt über mögliche Durchseuchung und Lehrermangel

Die Corona Pandemie übt Druck auf das Schulsystem seit rund 3 Jahren aus. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte sehnen sich nach Normalität. Die aktuell beschlossenen Regelungen zur Lockerung der Maßnahme im Schulbetrieb werden zwar grundsätzlich begrüßt, jedoch sehen Eltern diese auch mit einer gewissen Sorge entgegen.

Die Elternvertreter des elternbund hessen (ebh) haben zahlreiche Anrufe von besorgten Eltern erhalten, die keinen anderen Ausweg zum Schutz ihrer Familien wüssten als ihre Kinder zu Hause zu behalten. Es sei kaum zu verstehen, dass bei immer noch fehlenden Luftfiltern die Masken in den Schulen gefallen seien, während in den Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs weiterhin Maskenpflicht herrsche und zahlreiche Gesundheitsexperten die Masken empfehlen. Es sei zu befürchten, dass man sehenden Auges die Eskalierung der Pandemie in Kauf nehme. Der ebh hatte in den letzten zwei Jahren immer wieder gefordert, die Schulen offen zu halten und die Belastungen durch Testungen und Maskenpflicht zu überprüfen. Das funktioniere aber nur, wenn es dafür auch ein Gesundheitskonzept gebe und die Inzidenzlage Erleichterungen ermöglichten.

Die aktuellen Fallzahlen legen nahe, dass ohne geeignete Schutzmaßnahmen Schulen zu einem primären Ansteckungsort werden. Korhan Ekinci, neuer Vorsitzender des ebh äußert sich daher besorgt: „Ich hoffe, den Entscheidungsträgern ist bewusst, dass mit diesen Regelungen die Kinder in der Schule möglicherweise eine Durchseuchung erfahren. Eltern müssen weiterhin die Wahl haben, ob sie ihre Kinder erhöhten Ansteckungsrisiken aussetzen wollen. Bisher konnten sie ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien und die Beschulung zu Hause verlangen. Dieses Recht müssen sie weiterhin haben. Am besten wäre es natürlich, wenn die Hygienekonzepte in Schulen so gut wären, dass Eltern von diesem Recht kein Gebrauch machen müssen!"

Die Elternvertreter sind auch äußerst besorgt über den weiter zunehmenden Lehrermangel in Hessen. „Die am 4. April weggefallene Maskenpflicht verschärft zusätzlich den Unterrichtsausfall", so Korhan Ekinci. Zahlreiche Lehrkräfte befürchten durch die Neuregelung ein erneutes Ansteigen der Infektionen und damit eine Gefährdung für sie und ihre Familien. Es sei nicht zu verstehen, warum an den Schulen bei den derzeitigen Inzidenzen jetzt alles obsolet sei, was mit den Schülern und Schülerinnen über die letzten zwei Jahre mühsam eingeübt worden ist.

Unabhängig davon fordert der ebh ein Konzept zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung. Unsere Kinder haben in allen Bundesländern eine Schulpflicht, weshalb der Gesetzgeber auch verpflichtet ist, für das komplette Bildungsangebot zu sorgen, insbesondere nach Schulschließungen und einem begrenzten Unterrichtsangebot bei vielen erkrankten Lehrkräften. „Ein Konzept zur Beseitigung des Lehrermangels und der individuellen Förderung nach Corona wird mehr als vermisst", so Korhan Ekinci.

Die Elternvertreter fordern daher die Wahlmöglichkeit der Eltern aufrecht zu erhalten, die Kinder zu Hause beschulen zu lassen und den Schulen das Recht zu geben, Maskenpflicht und weitere Hygienekonzepte in der Schule durchzusetzen. „Die schwachen Formulierungen des letztens Ministerschreibens zur Freiwilligkeit der Maske zeigen leider, dass nicht praxisnah entschieden wurde. Es wird Schulen geben, in denen die Elternschaft weiter vorsichtig ist und die Kinder und Lehrkräfte Masken tragen. In allen anderen Fällen müssen die Eltern und Lehrkräfte unbedingt die Möglichkeit haben, die Kinder sinnvoll zu schützen.", so Ekinci abschließend.

Kontakt:
elternbund hessen e.V.
Korhan Ekinci
Tel. 0179 / 9121135
E-Mail: mail@korhan-ekinci.de


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