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29.10.2019

Pressemitteilung: "Schule 2050"


Unter diesem Motto feierte der elternbund hessen e. V. (ebh) am 26. Oktober sein 40-jähriges Jubiläum.

Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte, wies in seinem Grußwort auf die besondere Rechte der Eltern in der Hessischen Verfassung hin. Mit Blick auf das Jahr 2050 nannte er die Herausforderungen, vor denen Schule steht: Integration der zugewanderten Kinder und Jugendlichen, Inklusion behinderter Kinder, Digitalisierung und Demokratie-Erziehung. Für den Magistrat sprach Sylvia Weber, Schuldezernentin der Stadt Frankfurt. Sie erinnerte an die Ziele aus dem ebh-Gründungsaufruf: "Leistungsdruck, Lernen unter Stress und Angst vor Misserfolgen dürfen keine Zukunftsperspektive für unsere Kinder sein" und lobte die Arbeit des ebh mit den Worten: "Ohne Sie gäbe es vieles nicht von dem, was wir heute als selbstverständlich erachten".
In einer Talkrunde diskutierten Randi Valérien (ebh-Gründungsmitglied), Thomas Schwarze (Schulleiter), Detlef Träbert (Ehrenvorsitzende der Aktion Humane Schule) und André Ponzi (ehemaliger Landesschulsprecher) Themen, für die der elternbund hessen sich seit der Gründung stark macht: gemeinsames Lernen in einer Schule für alle Kinder, eine Schule ohne Noten und ohne Hausaufgaben.
Am Nachmittag entwickelte Prof. Dr. Wolfgang Böttcher (Universität Münster) nach einem Rückblick auf die letzten 30 Jahren, zwei Szenarien für die Schule in Jahr 2050, ein negatives und ein positives.
Wird in 2050 die Testindustrie dominant sein und werden die Schülerinnen und Schüler vor allem für die Tests pauken, oder steht das im Vordergrund, was Schülerinnen und Schüler können und wissen?
Werden Eltern nicht mehr als "störend" empfunden oder werden Eltern als wichtige Kooperationspartner gesehen, die auch die Professionalität des Lehrpersonals akzeptieren? Werden Ganztagsschulen Billigangebote sein, die keine wirkliche Bedeutung gegenüber dem schulischen Curriculum haben oder interessante, abwechslungsreiche Schultage und Schulwochen gestalten mit vielen Projektphasen?
Zum großen Thema Digitalisierung nannte Prof. Dr. Böttcher als Gefahr, dass die Schulen dominiert werden von digitalen Programmen, die unkontrolliert in die Schulen kommen und deren Qualität und Wirkungen weitgehend unbekannt sind. Positiv wären gut evaluierte Lernprogramme, aber Schule sollte sich vor allem als Raum persönlicher Begegnung verstehen.
Und Chancengleichheit? Wird es, wie seit nunmehr 90 Jahren, Stillstand geben oder wird man im Jahre 2050 sagen können: Es ist viel passiert, und es ist noch viel zu tun. Aber es gibt Initiativen zur Kooperation von Schule, Eltern, Sozialpädagogik, Gesundheitswesen, Städterat und Arbeitsmarktpolitik.In der Abschlussdiskussion schilderten Vertreterinnen und Vertreter von Eltern, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern - darunter Korhan Ekinci, Vorsitzender des Landeselternbeirats von Hessen, Maike Wiedwald, Vorsitzende der hessischen GEW und Paul Harder, Schulsprecher der Stadt Frankfurt am Main - ihre Wünsche für die "Schule 2050". Korhan Ekinci, Vorsitzender des Landeselternbeirats von Hessen, wünschte sich u. a. eine Schule ohne Hausaufgaben, denn, so sagte er „Hausaufgaben sind Hausfriedensbruch". Nach der Arbeit möchte er mit der Familie gemeinsam eine schöne Zeit verbringen. Statt dessen sei oft die erste Frage „Hast du die Hausaufgaben fertig?" Maike Wiedwald, Vorsitzende der hessischen GEW, wünschte sich an erster Stelle eine demokratische Schule und eine Ganztagsschule, in der die Lehrkräfte viel Zeit für die Kinder haben und Paul Harder, Schulsprecher der Stadt Frankfurt am Main, eine Schule ohne Stress. Insbesondere Noten und Hausaufgaben werden von vielen Schülerinnen und Schülern als Belastung empfunden. Das hat die große Umfrage der Landesschülervertretung gezeigt.

Kontakt:
Klaus Wilmes-Groebel
Tel.: 0175 721 4707


Ausführliche Berichte finden Sie demnächst auf unserer Homepage www.elternbund-hessen.de

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