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05.04.2022

Pressemitteilung: Handlungskonzept für Ukrainische Geflüchtete gefordert


Der elternbund hessen (ebh) freut sich über das hohe Engagement der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler für die Kinder und Jugendlichen, die ihre Heimat Ukraine wegen des Krieges verlassen mussten, in unseren Bildungseinrichtungen.
Wir sehen uns alle in großer Verantwortung für die weitere Bildung der Geflüchteten. Wir wollen den hier Angekommenen in unserer Gemeinschaft helfen, die für uns unvorstellbaren Erlebnisse zu überwinden, in dem wir sie begleiten, ihnen helfen, unser Land und unsere Gewohnheiten kennenzulernen.

Deshalb appellieren die Elternvertreter an die Verantwortlichen in der Bildungs- und Sozialpolitik sowie in den Verwaltungen, die Schülerinnen und Schüler und ihre Schulen so zu unterstützen, dass sie in unserer Willkommenskultur und mit guten Konzepten gestützt werden. Der derzeitige Lehrermangel kann nicht als Entschuldigung dienen, nichts zu tun. Der ebh fordert deshalb die Sprachangebote so einzurichten, dass sie für die Betroffenen regional leicht zu erreichen sind.

Dabei sollte ein von der Ukraine organisierter Online-Unterricht berücksichtigt werden. Diese geflüchteten jungen Menschen sind in einer besonderen Situation. Sie erhalten Unterricht aus dem Land, in das sie zurückwollen. Deshalb geht es nicht nur darum die deutsche Sprache zu erlernen, sondern auch um die Verbindung zu ihrer Heimat. Intensivklassen müssen so organisiert werden, dass die Kinder und Jugendlichen an jeder Schule auch ihrem am Vormittag stattfindenden ukrainischen Online-Unterricht folgen können.

Die Landesschülervertretung hatte sich bereits an den ebh gewandt und mehr Geld zur Unterstützung einer Willkommensstruktur, z. B. in Form von Patenschaften und Lotsendiensten in den Bildungsgemeinschaften gefordert. Schülerinnen und Schüler hatten auch den Wunsch nach außerschulischen Räumen für Begegnungen erhoben, damit Schülerinnen und Schüler mit und ohne Fluchterfahrung, sich z. B. über den Krieg und die Zukunft austauschen können.

„Eine Übersetzung unseres drei bzw. viergliedrigen Schulangebots in ukrainischer Sprache muss her, damit die Neuangekommenen unser Bildungssystem überhaupt verstehen", so Korhan Ekinci, Vorsitzender des elternbund hessen. So gebe es in der Ukraine keine Dreigliedrigkeit des Bildungsangebots. Die Elternvertreter halten individuelle Lernpläne, die an den bereits erreichten Lernständen der Kinder anknüpfen, für vorteilhaft, damit geflüchtete Kinder und Jugendliche unkompliziert weiterarbeiten können. Viele wollen so bald wie möglich zurück, deshalb dürfen sie nicht von ihrem Schulsystem abgekoppelt werden. Der ebh begrüßt die aktuelle Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur individuellen Bildungsversorgung der geflüchteten Kinder. Er fordert aber auch ein entsprechendes Umsetzungskonzept auf Hessenebene sowie die personelle Aufstockung des Schulpsychologischen Dienstes und dessen Weiterbildung hinsichtlich einer möglichen Traumatisierung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen. Den Kindern muss ein Platz in den Regelschulen gewährleistet werden. Eine Beschulung auf sonderpädagogischer Basis und in Förderschulen kommt nicht in Betracht. Korhan Ekinci kann sich an unseren Schulen ein praktisches Jahr für Abiturienten wie in Finnland vorstellen, das sie zur Unterstützung im Unterricht unmittelbar nach Abschluss ihrer Reifeprüfung absolvieren können. Dieses Jahr könnte ihnen in einem späteren Lehramtsstudium anerkannt werden.

Kontakt:
elternbund hessen e.V.
Kontakt: Korhan Ekinci
Tel. 0179 / 9121135
E-Mail: mail@korhan-ekinci.de


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